Mobilität

Das Curriculum Mobilität wurde 2002 in Niedersachsen eingeführt und basiert auf der KMK-Empfehlung zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Es versteht sich als fächerübergreifendes Bausteinkonzept und ordnet Mobilitätsbildung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu.

Mobilität wird dabei ganzheitlich verstanden – nicht nur als Fortbewegung, sondern auch als geistige, soziale und virtuelle Beweglichkeit. In einer sich wandelnden Welt eröffnet sie Chancen, wirft aber auch Fragen nach Ressourcenverbrauch, Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und digitaler Verantwortung auf.

Gerade junge Menschen erleben Mobilität als Teil ihres Heranwachsens: Sie erschließen neue Räume, suchen Erfahrungen und streben nach Teilhabe, z.B. durch Zugang zu Wissen, Auslandsaufenthalte, sozialen Aufstieg oder digitale Vernetzung. Gleichzeitig zeigen ökologische Belastungen, soziale Ungleichheit und kulturelle Spannungen, dass Mobilität auch kritisch hinterfragt und nachhaltig gestaltet werden muss.

Mobilität ist in zehn Bausteinen sowohl innerhalb der einzelnen Fächer als auch fächerübergreifend im Unterricht verankert, um Schlüsselkompetenzen für ein verantwortungsbewusstes Handeln in einer globalisierten Welt gemäß dem Bildungsauftrag von Schule (§2 NSchG) zu fördern. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen und aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität beizutragen.

Ansprechpartner: Christian Mischke

Bezug: Niedersächsisches Schulgesetz vom 1.8.2024

RdErl d. MK v. 01.06.2023 (Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Kooperativen Gesamtschule)

RdErl. d. MK v. 01.03.2021 (Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Schulen in freier Trägerschaft)

Das Curriculum Mobilität: Ein Bausteinkonzept für den fächerverbindenden Unterricht in allen Schulen in Niedersachsen (2015).