Umwelterziehung umfasst u.a. die Bereiche verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen und verantwortungsbewusster Umgang mit Müll. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sind aufgefordert, durch ihr alltägliches Verhalten zum schonenden Umgang mit Ressourcen beizutragen sowie Müll möglichst zu vermeiden oder sachgerecht zu entsorgen.
Die Schulleitung erinnert die Lehrkräfte jährlich auf der ersten Dienstbesprechung an die Regelungen; die Klassenleitungen weisen zu Beginn des Schuljahres ihre Klassen auf die Regelungen hin und vermerken die Belehrung im Klassenbuch. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht erfolgt eine jährliche Einweisung durch die Sicherheitsbeauftragte.
Umwelterziehung spielt eine wichtige Rolle dabei, Kinder und Jugendliche für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren. Durch praktische Erfahrungen wie Energiesparen, Recycling, Gärtnern im Schulgarten, Teilnahme am Coastal Cleanup Day oder unserem Umweltprojekttag lernen Schülerinnen und Schüler, wie ihr eigenes Verhalten die Natur beeinflusst. So entsteht früh ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, das sie im Alltag und späteren Leben unterstützen soll.
Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
Heizenergie
Die Gebäudeteile B-Trakt und C-Trakt besitzen eine entsprechende Wärmeisolierung und die Fenster wurden erneuert. Auch bei künftigen Baumaßnahmen steht die Reduzierung des Energieverbrauchs an erster Stelle.
Die Heizungsanlage wird von der Hausmeisterei jahreszeitenabhängig gesteuert. Die Heizkörperthermostate werden gegen unbefugtes Verstellen gesichert.
Lüften
Regelmäßiges Lüften der Räume fördert die Konzentrationsfähigkeit. An kalten Tagen werden einzelne Räumlichkeiten kurz und intensiv gelüftet (Stoßlüften).
Elektrische Geräte
Elektrische Geräte (z.B. Touchdisplays in den Unterrichtsräumen, Computer, Drucker und Kopierer im Lehrerzimmer etc.) werden bei Nichtbenutzung ausgeschaltet.
Bei Neuanschaffungen wird auf geringe Verbrauchswerte geachtet.
Private elektrische Geräte, die nicht zu Unterrichtszwecken eingesetzt werden, sind verboten.
Beleuchtungseinrichtungen
Licht wird nur bei zu geringem Außenlicht eingeschaltet. Beim Verlassen eines Raumes wird die Beleuchtung ausgeschaltet. Alte Beleuchtungsanlagen werden ausgetauscht und auf energiesparende Beleuchtungssysteme umgestellt.
Wasserverbrauch
Leitungswasser (z.B. Händewaschen, Geschirrspülen etc.) und Trinkwasser wird nur in notwendigen Mengen verbraucht.
Papierverbrauch
Informationen und Protokolle für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte werden auf der Homepage abgelegt oder über die Schulplattform IServ versendet, damit die ressourcenaufwändige Verteilung in Papierform entfallen kann. Ebenso werden den Schülerinnen und Schülern viele Unterrichtsmaterialien in digitaler Form zur Verfügung gestellt, um den Papierverbrauch zu reduzieren.
Reinigungsmittelverbrauch
Alle sorgen gemeinsam für Sauberkeit und Ordnung auf dem Schulhof und im Schulgebäude. Sauberkeit in den Klassenräumen erleichtert dem Reinigungspersonal die Arbeit und hilft, den Einsatz von Reinigungsmitteln zu verringern.
Schuleigentum
Pfleglicher Umgang mit dem Schuleigentum und Lehrmitteln spart Geld für sinnvolle Neuanschaffungen statt unnötiger Reparaturen und Ersatzanschaffungen.
Schulfahrten
Die Zielorte unserer Schulfahrten liegen (mit Ausnahme der Austauschfahrten) in der Bundesrepublik Deutschland, vorrangig in Niedersachsen, oder den Niederlanden. Zur Beförderung werden öffentliche Verkehrsmittel oder Busse von Transportunternehmen genutzt.
Fahrradverkehr
Das Hauptverkehrsmittel auf der Insel ist das Fahrrad. So nutzt der Großteil unserer Schülerinnen und Schüler täglich das Fahrrad für den Schulweg. Jährlich führt die Polizei in Absprache mit der Schule Kontrollen hinsichtlich der Verkehrssicherheit der Fahrräder durch.
Die Benutzung verkehrssicherer Fahrräder für Wandertage, Exkursionen und Unterrichtsgänge auf der Insel sowie in unmittelbarer Nähe auf dem Festland ist nach Zustimmung der Erziehungsberechtigten und unter Beachtung der Helmpflicht möglich und üblich.
Gesunde Ernährung
In der Eingangshalle steht ein Trinkwasserspender zur Verfügung.
Im Hauswirtschaftsunterricht und in der AG Kochen verwendete Nahrungsmittel und Zutaten werden vor Ort eingekauft.
Das tägliche Speisenangebot in der Mensa ist vollwertig und abwechslungsreich. Das Angebot umfasst täglich ein vegetarisches Menü.
Seit dem Schuljahr 2024/2025 nimmt unsere Schule am EU-Schulprogramm Schulobst teil und erhält wöchentlich frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte. Dieses von der Europäischen Union initiierte Programm zielt darauf ab, Schülerinnen und Schülern den Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu erleichtern und ihre Ernährungsgewohnheiten positiv zu beeinflussen. Die Teilnahme am EU-Schulprogramm unterstützt nicht nur die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler, sondern trägt auch zu einem positiven Schulklima und zur Gesundheitsförderung und Ernährungsbildung an unserer Schule bei.
Durch die regelmäßige Bereitstellung von frischen Lebensmitteln und Trinkwasser möchten wir das Bewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler für eine ausgewogene Ernährung stärken. Ergänzend dazu führen wir pädagogische Begleitmaßnahmen durch, die das Wissen über gesunde Ernährung vertiefen und die Wertschätzung für landwirtschaftliche Produkte fördern.
Verantwortungsvoller Umgang mit Müll
Müllvermeidung
Müll ist zu vermeiden, wo immer es möglich ist. Auf Einweggefäße oder -verpackungen wird nach Möglichkeit verzichtet. Nicht zu vermeidender Müll ist zu sortieren und ausschließlich in den dafür vorgesehenen Behältnissen zu entsorgen.
Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht und die Zubereitung von Mahlzeiten im hauswirtschaftlichen Unterricht werden mit kleinstmöglichen Mengen durchgeführt.
Mülltrennung und Recycling
Zur Mülltrennung befinden sich in allen Unterrichtsräumen Abfallbehälter für Papier (blau) und Plastik (gelb). Bio- und Restmüllbehälter befinden sich in der Eingangshalle bei der Hausmeisterei.
Im Chemiefachraum ist ein Glasbruchbehälter aufgestellt. Im Chemiesammlungsraum befinden sich Behälter für Schwermetalllösungen, organische Lösungsmittel und Feststoffchemikalienreste.
Im Kunstfachraum stehen Behälter für Farbreste zur Verfügung.
Die Fachlehrkräfte achten auf eine sachgerechte Entsorgung. Sondermüll wird einmal pro Jahr durch eine Spezialfirma abgeholt.
Ordnungsdienst
Am Anfang jeden Schuljahres wird ein Plan veröffentlicht, welche Klasse für einen monatlichen Ordnungsdienst auf dem Schulhof eingeteilt ist. Gerätschaften befinden sich vor der Hausmeisterei in der Eingangshalle.
Coastal Cleanup Day
Jedes Jahr im September beteiligt sich der siebte Jahrgang unserer Schule am internationalen Coastal Cleanup Day. An diesem besonderen Tag werden gemeinsam Strände, Küsten und Gewässer von Müll befreit. Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken machen sich unsere Schülerinnen und Schüler auf den Weg in den Inselosten. Dort sammeln sie Plastikverpackungen, Flaschen, Netzreste und viele andere Dinge, die nicht ins Meer gehören.
Unterstützt wurden die Jugendlichen von ihren Klassenleitungen sowie Mitgliedern des BUND OV Norderney, die den Schülerinnen und Schülern anschaulich erklären, wie gefährlich Plastikmüll für Meerestiere und Vögel sein kann und warum der Schutz unseres Lebensraums Wattenmeer so wichtig ist.

Am Ende des Tages kommen mehrere große Säcke und Tonnen voller Müll zusammen, die von den Technischen Diensten Norderney (TDN) abgefahren werden – ein sichtbares Zeichen dafür, wie wichtig diese jährlichen Aktionen sind.
Die Teilnahme am Coastal Cleanup Day ist längst zu einer festen Tradition für unsere siebten Klassen geworden. Sie verbindet Umweltschutz mit praktischem Lernen vor der eigenen Haustür mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und zeigt, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann.
Ansprechpartner: NN
Umweltprojekttag
Der seit 2025 jährlich stattfindende Umweltprojekttag ist ein zentraler Baustein des schulischen Umwelterziehungskonzepts. Er bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über den regulären Unterricht hinaus ökologische Zusammenhänge praxisnah zu erleben und zu verstehen. Im Verlauf ihrer Schulzeit durchlaufen die Lernenden thematisch vielfältige Projekttage an unterschiedlichen außerschulischen Lernorten, wodurch ein ganzheitliches Verständnis für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen gefördert wird. Jeder Projekttag widmet sich einem speziellen Schwerpunkt – etwa Wasser, Landwirtschaft, Recycling oder Energie – und knüpft altersgerecht an den Wissensstand der jeweiligen Jahrgangsstufe an. Die Zusammenarbeit mit externen Bildungseinrichtungen, Umweltzentren oder Fachkräften gewährleistet einen realitätsnahen Zugang zur Thematik und stärkt gleichzeitig die Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Ansprechpartner: Thorsten Drake
AG „Junior Ranger“
Die Arbeitsgemeinschaft „Junior Ranger“ in Kooperation mit den WattWelten bindet die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Erkundung des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer ein. Durch fachkundige Anleitung erleben sie einzigartige Lebensräume aus erster Hand, beobachten Tier- und Pflanzenarten und lernen ökologische Zusammenhänge sowie Schutzmaßnahmen kennen. Die AG vermittelt nicht nur fundiertes Wissen, sondern fördert auch Verantwortungsbewusstsein, Naturschutzmotivation und respektvolles Verhalten im sensiblen Ökosystem. Dabei tragen gemeinsame Exkursionen, Forschungsaufträge und praktisches Arbeiten dazu bei, Naturerfahrungen zu vertiefen.
Ansprechpartner: Jens Harms
Schulgarten
Unser Schulgarten wird gepflegt und bewirtschaftet von dem Wahlpflichtkurs „Gesundheit und Soziales“ in Jahrgang 6. Beim Säen, Pflegen und Ernten lernen die Schülerinnen und Schüler ökologische Zusammenhänge kennen, erleben direkt natürliche Kreisläufe und erkennen die Bedeutung nachhaltiger Ressourcennutzung.
Gleichzeitig fördert der Schulgarten Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit, da gemeinschaftlich geplant, gearbeitet und reflektiert wird. Durch die praktische Arbeit im Freien entsteht ein bewusstes Verhältnis zur Natur, das langfristig zu umweltbewusstem Handeln im Alltag beiträgt.
Ansprechpartnerin: Frauke Schwetje
SchAU-Projekt
Innerhalb des Projekts SchAU (= Schule – Außerschulischer Lernort – Universität) arbeiten die Schulen, außerschulische Lernorte und die Universität zusammen. Konkret heißt das hier, dass die Kooperative Gesamtschule Norderney, das Nationalparkhaus WattWelten und die Universität Oldenburg mit den Arbeitsgruppen „Didaktik und Geschichte der Physik“ sowie die Arbeitsgruppe „Physik im Kontext“, kurz „piko“, zusammenarbeiten.
Die Zielsetzung dieser Partnerschaft liegt in der Lehrerbildung, im naturwissenschaftlichen Arbeiten von Schülerinnen und Schülern und in der Entdeckung von außerschulischen Lernorten.
Für das naturwissenschaftliche Arbeiten der Schülerinnen und Schüler heißt das: abseits des Unterrichts lernen die Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliches Arbeiten innerhalb eines Physikprojekts mit hohem regionalem Schwerpunkt kennen. Insbesondere der regionale Schwerpunkt mit dem Thema „Meerphysik“ fordert die Schülerinnen und Schüler auf, sich mit Physik in ihrer näheren Umgebung zu beschäftigen. Letztendlich wird hier die Attraktivität eines naturwissenschaftlichen Unterrichtsfachs gestärkt.
Ansprechpartner: Thorsten Drake
Wassersport im Weltnaturerbe Wattenmeer
Die Förderung des Wassersports hat an unserer Schule angesichts unserer Insellage mitten im einzigartigen UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer einen festen Platz im Schulleben und bietet unseren Schülerinnen und Schülern spannende und bewegungsreiche Erfahrungen direkt vor der eigenen Haustür, die sie für ein lebenslanges Sporttreiben zu begeistern können. Auch im Sportunterricht werden die natürlichen Gegebenheiten unserer Insel genutzt, um unseren Schülerinnen und Schülern einen besonderen Zugang zu Wassersportarten wie Wellenreiten und Windsurfen zu ermöglichen. In enger Kooperation mit der örtlichen Surfschule erhalten sie qualifizierten Unterricht im sicheren Umgang mit Board und Segel. Im Rahmen der Wassersporteinheit ist es auch möglich, die VDWS-Windsurfgrundschein-Prüfung abzulegen.
Jährlich nach den Osterferien bieten die erfahrenen Surflehrerinnen und -lehrer der Surfschule Norderney an ausgewählten Terminen eine Surf-AG und eine Wellenreiten-AG an. Die Kinder und Jugendlichen lernen in diesen Arbeitsgemeinschaften, sich sicher und mit viel Spaß in den Wellen zu bewegen.
Auch außerhalb des regulären Unterrichts spielt der Wassersport eine große Rolle. Sportfeste finden regelmäßig am Strand statt und bieten neben klassischen Disziplinen auch kreative Teamwettbewerbe im Sand und im Wasser. An Wandertagen besuchen Klassen gemeinsam die Surfschule, um auf dem Surfbrett oder SUP-Board gemeinsam Sport auf dem Wasser zu treiben, oder probieren neue Strandsportarten aus und lernen die besondere Bedeutung des Wattenmeeres als Lebensraum und Schutzgebiet kennen.
Umwelterziehung in den schuleigenen Arbeitsplänen
Mehrere der 17 Sustainable Development Goals (kurz SDG, auch UN-Nachhaltigkeitsziele) des Weltaktionsplans der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bis 2030 beinhalten Umwelterziehung:
- SDG 4 – Hochwertige Bildung
- SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
- SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
- SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
- SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion
- SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
- SDG 14 – Leben unter Wasser
- SDG 15 – Leben am Land
Da die Sustainable Development Goals im BNE-Konzept der Schule im Sinne eines Spiralcurriculums mit den Lerninhalten der Unterrichtsfächer verknüpft sind und immer wieder aufgegriffen werden, begegnen die Schülerinnen und Schüler ihnen im Verlauf ihrer Schulzeit in unterschiedlichen Kontexten mehrfach und fördern so Umwelterziehung im Regelunterricht sowie in außerunterrichtlichen Programmen und Projekten.
Ansprechpartnerin: Marlyn Gronewold
Bezug: Niedersächsisches Schulgesetz vom 1.8.2024
RdErl. d. MK v. 01.03.2021 (Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Schulen in freier Trägerschaft)

