Übergang von der Grundschule

Zwei Wochen vor der Anmeldung an unserer Schule und der endgültigen Schulzweigwahl werden alle Erziehungsberechtigten und Eltern des zukünftigen fünften Jahrgangs zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um ihnen die möglichen Bildungswege, das vielfältige Bildungsangebot und das Schulprogramm unserer Schule vorzustellen.

Es findet eine regelmäßige und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der Grundschule Norderney und unserer Schule statt, um den Übergang der Grundschule zu koordinieren und abzustimmen. So kommen bereits zum Ende des vierten Schuljahres die abgebenden Klassenleitungen der Grundschule und die aufnehmenden künftigen Klassenleitungen sowie ggf. die Inklusionsbeauftragte unserer Schule zusammen, um sich über die individuelle Lernentwicklung, persönliche Fähigkeiten und Interessen sowie das Arbeits- und Sozialverhalten der Schülerinnen oder Schüler des künftigen fünften Jahrgangs auszutauschen und die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung (ILE) zu übergeben. Zudem hospitieren die zukünftigen Klassenleitungen im Unterricht der vierten Klassen, um einen eigenen ersten Eindruck zu gewinnen. So sollen Lern-, Verhaltens- und Leistungsschwierigkeiten rechtzeitig erkannt und alle Kinder ab dem ersten Schultag an unserer Schule bestmöglich unterstützt und gefördert werden. Zudem bietet die Hospitation den künftigen Klassenleitungen auch die Gelegenheit, erfolgreich etablierte Rituale und Systeme des Classroommanagements zu beobachten und ggf. im nächsten Schuljahr zu übernehmen und weiterzuführen.

Ein gelingender Start in die weiterführende Schule ist für viele Kinder mit Unsicherheiten verbunden: Neue Räume und Menschen, veränderte Erwartungen und ein höherer Leistungsdruck prägen anfangs den Schulalltag. Daher wird die Gestaltung des Übergangs zwischen Grundschule und KGS als gemeinsame Aufgabe beider Institutionen verstanden. Ein Patensystem setzt bereits mehrere Monate vor der Einschulung an und zielt darauf ab, den Übergang aktiv zu begleiten. Durch erste Begegnungen mit der neuen Lernumgebung sowie den zukünftigen Bezugspersonen – den Paten aus den höheren Jahrgängen – können die Kinder frühzeitig positive Erfahrungen sammeln. Im Mittelpunkt stehen emotionale Sicherheit, Orientierung, der Aufbau von Beziehungen und Vertrautheit, um den Kindern einen positiven Schulstart zu ermöglichen. Die Paten übernehmen Verantwortung für die zukünftigen Fünftklässler, stärken ihre eigenen sozialen Kompetenzen und erleben sich als Teil einer unterstützenden Schulgemeinschaft; sie erhalten eine entsprechende Würdigung ihres Engagements in Form einer Zeugnisbemerkung. Gleichzeitig entsteht bereits vor der Einschulung eine tragfähige Verbindung zwischen Paten und neuen Schülerinnen und Schülern, wodurch Unsicherheiten reduziert und Vorfreude auf den Schulbeginn gefördert werden.

Die Zuordnung der Paten erfolgt durch die Klassenleitungen (Klassen 4/7 bzw. 5/8) bereits einige Monate vor dem Schulwechsel. Eine erste Begegnung findet in der Regel im Anschluss an das Frühlingskonzert für die Grundschule statt, verbunden mit einer kurzen Schulführung und Pausenbegleitung. Im Anschluss hospitieren die künftigen Fünftklässler eine Unterrichtsstunde im Fachunterricht der Jahrgänge 5/6. Bereits im alten Schuljahr können die Tandems in Form von Lesepatenschaften oder gemeinsamen Projekttagen, etwa einem Chemietag, zusammenarbeiten. Die Paten nehmen an der Einschulungsfeier ihrer Patenkinder teil. In der Einführungswoche des neuen Schuljahres begleiten die Paten die neuen Fünftklässler intensiv, durch die Gestaltung von Namensschildern, bei ausführlichen Schulführungen, einer Schulrallye sowie während der ersten Pausen. Darüber hinaus unterstützen sie bei organisatorischen Abläufen wie der Geräteausgabe und des Onboardings des iPads und der Einführung in digitale Systeme (z. B. IServ, WebUntis, Bildungslogin oder phase6). Auch im neuen Schuljahr wird die Zusammenarbeit, beispielsweise durch Lesetandems oder einer gemeinsamen Olympiade, weiter fortgeführt.

Nach einigen Monaten erfolgt nochmals ein Austausch beider Schulen unter Beteiligung der Klassenleitungen, der Fachbereichsleitungen Sprachen und Mathematik sowie der Schulleitung, um auf den Verlauf der ersten Monate in den neuen fünften Klassen zurückzublicken. Ggf. werden Maßnahmen ergriffen, um den Übergang von der Grundschule weiter zu optimieren. Hierzu holt unsere Schule jährlich ein anonymes Feedback der Fünftklässler sowie ihren Erziehungsberechtigten ein, inwiefern der Übergang gelungen ist und welche Schwierigkeiten bestehen.

Damit Eltern ihre Kinder beim Lernen zu Hause unterstützen können, gibt die Schule Lerntipps, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern sollen, dass Hausaufgaben, Vokabellernen und die Vorbereitung auf Klausuren mittelfristig ohne fremde Hilfe bewältigen werden können.

Ansprechpartner: NN