Unterrichtsversorgung: Es geht wieder aufwärts

Die Kooperative Gesamtschule Norderney hat aufgrund fehlender Lehrkräfte weiterhin mit massiven Unterrichtsausfällen zu kämpfen. Wie Schulleiter Claus Huth bei seinem Bericht vor dem kürzlichen Sozialausschuss darlegte, liegt die Unterrichtsversorgung derzeit bei 77 Prozent.

Dabei konnte die Schule in diesem Schuljahr eine von zwei ausgeschriebenen Stellen besetzen, eine weitere Lehrerin ist für ein Jahr aus Nordrhein-Westfalen auf die Insel abgeordnet. Erstmals bildet die KGS auch eine Referendarin aus, sodass die Schule aktuell mit 25 Lehrerinnen und Lehrern arbeitet. Für das Schuljahr 2026/27 zeigte sich Huth „guten Mutes, dass wir sukzessive mit der Unterrichtsversorgung wieder höher kommen“. So stehe die Versetzung einer Lehrkraft nach Norderney zum Sommer in Aussicht.

Aufgrund der seit Jahren anhaltenden Situation hat das zuständige Landesamt für Schule und Bildung die KGS in ein Modellprojekt für Schulen mit einer herausfordernden Unterrichtsversorgung aufgenommen. „Das bedeutet, dass wir zwei pädagogische Mitarbeiter zusätzlich unbefristet einstellen können“, erläuterte Huth. Neben Norderney nehmen 14 weitere Schulen in Niedersachsen an dem Projekt teil, darunter die Grund- und Oberschule Spiekeroog.

Wie die zusätzlichen Kräfte eingesetzt werden, darüber entscheidet die Schule selbst. KGS-Sozialpädagoge Thomas Schreiber erwartet durch diese zusätzlichen Stellen auch eine weitere Stärkung der Sozialarbeit an der Schule. Schon mit einer neuen Mitarbeiterin für den Freizeitbereich wurde das Team im Januar 2026 deutlich gestärkt. Ab dem Sommer wird auch die Schulsozialarbeit wieder über 40 statt bisher 20 Stunden verfügen.

(aus: Norderneyer Morgen vom 20.03.2026)