Jahrgang 7: Unser Coastal Cleanup Day mit dem BUND Norderney

Am umweltorientierten Projekttag der KGS Norderney waren wir, die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs, im Inselosten unterwegs, um in der Natur Müll zu sammeln. Mit dem Bus fuhren wir bis zum letzten Parkplatz und von dort weiter mit einem Unimog bis zum Inselende. Mit Handschuhen und Mülltüten ausgestattet ging es dann zu Fuß los in Richtung Möwendüne.

Am Strand, am Spülsaum und in den Dünen fanden wir Dinge, die dort eigentlich nicht hingehören, wie Glas- und Plastikflaschen, Styropor, Netze, Seile, Planen, Dosen, Schuhe, einen Autoreifen, einen Fischerkorb, ein Ölfass und sogar einen Anker. Spektakulär waren Funde wie eine Schweinswalflosse und ein Robbenschädel.

Müll in der Umwelt stellt eine ernste Gefahr für Tiere dar. Ein altes Fischernetz, ein Korb oder ein Seil können für einen Vogel, Fisch oder eine Robbe zu einer tödlichen Falle werden. Die Tiere können sich darin verfangen, sich nicht mehr bewegen und auskühlen, verhungern oder ersticken. Plastik oder Styropor können mit Nahrung verwechselt und gefressen werden, sodass die Tiere mit Mägen voller Müll verhungern. Sie können dadurch auch vergiftet oder durch scharfkantige Teile innerlich verletzt werden. Herumliegende Glasscherben können ebenfalls Wunden verursachen.

Besonders viel Müll entdeckten wir in Dünentälern, im Windschatten von Pflanzen und am Spülsaum. Wind, Wellen und Hochwasser können den Müll dorthin transportieren. Was einmal ins Meer gelangt, kann also irgendwann wieder an unseren Stränden landen.

Doch das Problem ist, gerade in Bezug auf Plastikmüll, noch viel größer, denn der Großteil des Mülls liegt auf dem Meeresboden oder schwimmt, mit bloßem Auge kaum erkennbar, als Mikroplastik an der Meeresoberfläche. Plastik ist so beliebt, weil es leicht, günstig, gut formbar und vielseitige einsetzbar ist. Der große Nachteil ist jedoch, dass es nicht biologisch abbaubar ist. Es wird zwar mit der Zeit durch Wind, Wellen, Sonne, Sand und Salz immer kleiner, ist aber immer noch da und richtet weiter erheblichen Schaden in der Umwelt an.

Für uns steht deshalb fest: Müll vermeiden ist mindestens so wichtig wie Müll aufsammeln. Dabei helfen die drei „Rs“:

  • Reduce – weniger Plastikprodukte verwenden (keine Einwegprodukte kaufen und auf Verpackungen verzichten),
  • Reuse – Dinge wiederverwenden (z.B. Pfandsysteme oder Mehrwegflaschen oder -dosen nutzen)
  • Recycle – Müll richtig trennen, entsorgen und recyceln.

Am Ende waren wir müde, aber auch stolz. Wir haben gemeinsam etwas Gutes für die Natur getan. Unser wichtigster Gedanke nach diesem Tag:

Wir haben nur eine Erde. Wir müssen sie schützen. Jeder kann dazu beitragen.