Medienbildung

Ziele und Grundsätze

„4K-Modell“ für Lernende des 21. Jahrhunderts

Die Digitalisierung bringt seit zwei Jahrzehnten drastische Veränderungen mit sich, die alle Lebensbereiche und Altersstufen durchdringt. Medienkompetenz ist für fast alle Menschen zur Grundvoraussetzung für eine individuelle Lebensgestaltung und eine selbstbestimmte Teilhabe an einer durch technische Kommunikation geprägten Gesellschaft, Alltags- und Berufswelt geworden.

Damit verändert sich auch der Bildungsauftrag der Schule dahingehend, dass sie Medienkompetenz verpflichtend als Schlüsselkompetenz, wie die Kulturtechniken Lesen, Schreiben oder Rechnen, und als wesentlichen Bestandteil der Allgemeinbildung eines mündigen Bürgers unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert an ihre Schülerinnen und Schüler zum Erhalt unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung vermittelt.[1] Für den Erwerb von Wissen und Bildung wie auch soziale Teilhabe sind Medien insbesondere im Sinne eines lebenslanges Lernens heute unverzichtbar. Besondere Bedeutung kommt dabei den vier unter als „4K-Modell“ bekannten zentralen Kompetenzen für Lernende des 21. Jahrhunderts zu: Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation.

Medienbildung im Kontext des Bildungsauftrags von Schule

Angesichts des Bildungsauftrags von Schule, Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen der Zukunft für unsere Gesellschaft durch den Aufbau von Wissen und Kompetenzen vorzubereiten, stellt die Digitalisierung hohe Ansprüche an die Heranwachsenden. Neben einem Grundverständnis für den Aufbau von IT-Technologien und künstlicher Intelligenz müssen die Lernenden befähigt werden, im Internet und insbesondere in sozialen Netzwerken, wo eine zunehmende Anonymisierung, Verrohung und Radikalisierung unserer Gesellschaft zu beobachten ist, verantwortungsvoll, sozial und ethisch zu handeln. Um dieses medienmündige Handeln und die selbstreflexive Distanz zum eigenen Medienverhalten zu erlernen, ist der Schulunterricht die richtige und notwendige Umgebung.[2] Denn die digitalen Kompetenzen der als „digital natives“ bezeichneten Heranwachsenden des 21. Jahrhunderts werden überschätzt; u.a. ist dies ersichtlich anhand des in den ICILS-Studien nachgewiesenen negativen Zusammenhangs zwischen der Häufigkeit der Computernutzung und den computerbezogenen Kompetenzen der Lernenden in Deutschland. Medienbildung ist folglich ein verbindliches Element der Schul- und Unterrichtsentwicklung und systematisch in den schulischen Alltag zu integrieren. Diesen Erkenntnissen trägt auch das Schulprogramm der Schule entsprechend Rechnung.[3]

Einfluss der Digitalisierung auf Lernprozesse

Dabei ist die Digitalisierung von Lernprozessen kein Selbstzweck, sondern mobile Geräte und digitale Werkzeuge sind Hilfsmittel, die nur dann eingesetzt werden, wenn sie auch einen Mehrwert bieten und das bisherige Unterrichtsgeschehen ergänzen oder erweitern, wenn sie z.B. den Unterricht methodisch-didaktisch bereichern oder geeignet sind, Medienbildungskompetenzen zu fördern oder offenere Unterrichtskonzepte, Projektarbeit, eigenverantwortliches, kooperatives, differenziertes, individualisiertes oder selbstgesteuertes Lernen in einer digital-inklusiven Schule unterstützen. Die Vermittlung der fachlichen Lehrinhalte steht weiterhin im Vordergrund. Bestmöglicher Lernerfolg wird durch eine ausgewogene Kombination aus analogen und digitalen Medien erreicht. Ausschließlich analoge Lernphasen haben ebenso ihre Berechtigung wie digitale. Ausreichend digitalfreie Zeiten sowie analoge Lernphasen sind sowohl für das Lernen als auch für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unabdingbar. Außerdem legt die Schule großen Wert auf das Üben der eigenen Handschrift. Wie bei anderen Medien auch, entscheiden in der Schule die Lehrkräfte auf der Grundlage von Kerncurricula und Fachkonferenzbeschlüssen nach pädagogischem Ermessen selbst, wie häufig, wann und wie digitale Medien genutzt werden.

Effektive digitale Lernprozesse führen dabei dazu, dass…

  • Lernende und Lehrende unabhängig von Zeit und Ort Zugang zu Lernmaterialien haben,
  • Lernende individuell und differenziert angemessene Aufgaben und Materialien erhalten,
  • Lernende lernförderliches, kompetenzorientiertes und direktes Feedback (z.B. durch Übungen mit Selbstkontrolle) erhalten,
  • Eltern Zugang zu relevanten Informationen aus der Schule erhalten,
  • die Unterrichtsvorbereitungen und die Durchführung von Unterricht effektiver verlaufen,
  • die Lehrkraft mehr Zeit für die Lernbegleitung der Lernenden hat und von Verwaltungs- und Dokumentationsprozessen entlastet wird,
  • digitale Systeme erweiterte Einblicke in die Medienwelt samt ihren Risiken und Gefahren sowie technische Funktionsweisen ermöglichen und Grundfertigkeiten der Recherche und im Umgang mit Text-, Tabellen- und Präsentationssoftware vermitteln,
  • vielfältige Zugangsweisen und Gestaltungsoptionen ermöglicht werden, die die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern und die Anschaulichkeit der Unterrichtsinhalte durch ihre multimediale Verfügbarkeit erhöhen,
  • die Lernverbindlichkeit und Lernmotivation erhöht werden,
  • kollaboratives und kooperatives Arbeiten gefördert wird.[4]

Lernen mit und über Medien

Die Lernenden erwerben im digitalen Zeitalter weitreichende Kompetenzen, die sie heute benötigen: Kreativität im Umgang mit digitalen Medien, ein kritisches Denken über und ein reflektierter Einsatz von Medien in einer medial geprägten und technisierten Lebenswelt. Dabei bedarf es keiner reinen Fokussierung auf den Technikeinsatz bei gleichzeitiger inhaltlicher Reduktion; vielmehr erfordert dies ein Lernen mit und ein Lernen über Medien:

Ersteres bezieht sich auf den Einsatz von digitalen Medien als Hilfsmittel, das schließt das Kennenlernen von Grundfunktionen moderner Standardhard- und -software ein und umfasst ihre produktiven Nutzungsmöglichkeiten als Werkzeuge, die die Lernenden nur erlernen, wenn sie die Geräte und Medien auch konstruktiv einsetzen.

Zweiteres liefert den Lernenden Einblicke in die Anwendungsfelder und Funktionsweisen digitaler Medien, fördert ihr Technologieverständnis (z.B. Programmieren) und sorgt für eine konstruktive und kritische Auseinandersetzung mit der Medienwelt, die neben Chancen auch Risiken und Gefahren (z.B. Mediensucht, Datenmissbrauch, Urheberrechtsverletzungen, Cybermobbing usw.) birgt. Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, sich sozial verantwortungsvoll in der virtuellen Welt zu bewegen sowie sensibel mit ihren Daten und dem geistigen Eigentum Anderer umzugehen. Sie entwickeln ein reflektiertes Medialitätsbewusstsein, welches ihnen hilft, Inszenierungen und Konstruktionen in virtuellen und medialen Meinungsbildungsprozessen (z.B. Fake-News) zu erkennen und kritisch mit diesen umzugehen.

Niedersächsischer Ansatz eines fachbezogenen und fächerübergreifenden Konzepts

Im Dezember 2016 hat sich die Kultusministerkonferenz (KMK) auf einen verbindlichen Rahmen für die gesellschaftlich bedeutsame „Bildung in der digitalen Welt“ verständigt. Darin verpflichten sich alle Länder der Bundesrepublik Deutschland – andere Nationen haben diese Entscheidung bereits vor mehreren Jahren getroffen –, dafür Sorge zu tragen, dass alle Kinder und Jugendlichen, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Grundschule oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit zahlreiche mit der Digitalisierung im Zusammenhang stehende Kompetenzen erwerben. Die KMK-Entscheidungen führen zu den größten Veränderungen von schulischen Lehr- und Lernprozessen der letzten Jahrzehnte. An allen deutschen Schulen nimmt die Nutzung elektronischer Medien und mobiler Endgeräte daher auch schrittweise zu. Die Nutzung mobiler digitaler Endgeräte soll – so das Ziel des Landes Niedersachsen – in allen Schulen eine Selbstverständlichkeit darstellen.[5]

Da Medienbildung ohnehin allen Unterrichtsfächern inhärent ist und auch aus fachwissenschaftlicher wie fachdidaktischer Sicht seine Begründung findet, verfolgt der niedersächsische Ansatz die Entwicklung eines fachbezogenen und fächerübergreifenden Konzepts zum Lernen mit und über Medien durch das Zusammenwirken aller Unterrichtsfächer.[6]

Durch die curriculare Vernetzung der Medienbildungskompetenzerwartungen aus dem „Orientierungsrahmen Medienbildung in der Schule“ mit fachlichen Inhalten in den schuleigenen Arbeitsplänen entsteht ein spiralcurriculares Schulcurriculum, das sich an den sechs verbindlich umzusetzenden Lernfeldern auf drei Kompetenzstufen der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und dem niedersächsischen „Orientierungsrahmen Medienbildung“ orientiert. Die Lernenden erwerben Kompetenzen in den folgenden Kompetenzfeldern: Recherchieren, Erheben, Verarbeiten und Sichern, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Präsentieren, Schützen und sicher Agieren, Problemlösen und Handeln sowie Analysieren, Kontextualisieren und Reflektieren.[7]

Das Medienbildungskonzept als koordinierendes Instrument der Schulentwicklung

Das Medienbildungskonzept der Schule dient als übergeordnetes und koordinierendes Instrument der Schulentwicklung, dem die dargelegten pädagogischen und didaktischen Erfordernisse zugrunde liegen, welche durch die Technik zielgerichtet unterstützt werden – nicht umgekehrt. Es verbindet pädagogische, technische und organisatorische Aspekte, integriert pädagogisch sinnvoll den Medieneinsatz in den Unterricht und bildet eine Kooperationsbasis für Kollegium, Schulleitung und Schulträgerin. Es formuliert Erwartungen an Investitionsentscheidungen in die Ausstattung der Lernenden und der Schule, die Grundlage für Medienentwicklungsplanungen der Schulträgerin hinsichtlich einer zukunftsfähigen Infrastruktur, der Verwaltung, der Pflege und des Supports der Hard- und Software bilden sowie Orientierung hinsichtlich des Qualifizierungs- und Fortbildungsbedarfs der Lehrkräfte geben.[8]

 

Pädagogisch-didaktische Konzeption

Digitale Grundbildung

Angesichts der alle Lebensbereiche und Altersstufen durchdringenden Digitalisierung, in welcher Medienkompetenz eine Grundvoraussetzung für individuelle Lebensgestaltung, selbstbestimmte Teilhabe an einer durch technische Kommunikation geprägten Gesellschaft und Berufswelt ist, erwerben alle Lernenden der KGS Norderney im Laufe ihrer Schullaufbahn eine Digitale Grundbildung.

Diese verpflichtend in modular aufgebaute Digitale Grundbildung wird den Lernenden einerseits im neuen Unterrichtsfach Digitales Lernen und andererseits in Projekttagen organisierten oder im Fachunterricht integrierten Modulen.

Die Digitale Grundbildung umfasst unter anderem das als notwendig erachtete Allgemeinwissen zu technischen Grundlagen (z.B. Verschlüsselung, Programmierung) sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Risiken und Gefahren digitaler Medien (z.B. Cybermobbing, Mediensucht, Fake News, Urheberrecht oder Datenschutz).

Die Digitale Grundbildung umfasst folgende Module:

  1. Einführung in den Umgang mit IServ (Digitales Lernen)
  2. Einführung Dateiverwaltung (Digitales Lernen)
  3. Zehn-Finger-Schreibtrainer (schuljahresbegleitend zu Hause) (Digitales Lernen)
  4. Richtig recherchieren (Digitales Lernen)
  5. Sich schützen und sicher agieren (Digitales Lernen)
  6. Grundlagen der digitalen Kommunikation (Digitales Lernen)
  7. Aufbau und Funktion von Informations- und Kommunikationssystemen mit dem Schwerpunkt Internet (Digitales Lernen)
  8. Programmierung mit der grafischen blockbasierten Programmiersprache Scratch (Digitales Lernen)
  9. Einführung Textverarbeitungssoftware (Fachbereich Sprachen)
  10. Sozial verantwortlicher Umgang mit modernen Kommunikationsmedien (Projekttage des Sozialpädagogen)
  11. Einführung Präsentationssoftware (Fachbereich Geschichtlich-soziale Weltkunde)
  12. Einführung Tabellenkalkulationssoftware (Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften)
  13. Einführung GeoGebra (Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften)
  14. Reflektierter Umgang mit Urheberrecht (Fachbereich Musisch-kulturelle Bildung)

Digitales Lernen

Digitales Lernen wird in Jahrgang 5 einstündig verpflichtend, klassenbezogen und kontinuierlich erteilt. Digitales Lernen wird verbindlich nach den in den Modulen 1-8 festgelegten Kompetenzerwartungen unterrichtet und bewertet. Ein „10-Finger“-Tippkurs wird im Digitalen Lernen angebahnt, die Übung findet schuljahresbegleitend (zu Hause) mithilfe der Übungssoftware TIPP10 statt.

Fachbezogene Einführung der Office-Anwendungen

Die Einführungen in die Office-Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware), GeoGebra und den reflektierten Umgang mit Urheberrecht erfolgen fach- und inhaltsbezogen; die konkrete Umsetzung obliegt unter Einhaltung der Kompetenzerwartungen der Module den Fachbereichen.

Jahrgangsprojekttage

In den Klassen 5-7 gestaltet der Sozialpädagoge verbindlich je einen Projekttag zum Modul „Sozial verantwortlicher Umgang mit modernen Kommunikationsmedien“, z.B. „Fair und sicher im Umgang mit WhatsApp“, „Cybermobbing trifft Gewaltprävention“ und „Ach, komm schon… was ist denn schon dabei?! – Sexting und mögliche Folgen“. Elterninformationsabende zum „Sozial verantwortlichen Umgang mit modernen Kommunikationsmedien“ können in Kooperation mit dem Sozialpädagogen nach Bedarf erfolgen.

Vertiefung der Medienkompetenzen in den Fächern

Die einzelne Lehrkraft oder die Fachgruppe entscheiden, welche und wie digitale Werkzeuge im Unterricht eingesetzt bzw. wie Technik und Didaktik sinnvoll verknüpft werden. Die Lehrkräfte tauschen sich in den Fachbereichen und Fachgruppen über eingesetzte Materialien, Aufgabenbeispiele und Unterrichtserfahrungen aus, wodurch sukzessive die Materialsammlungen der Fachbereiche/-gruppen ergänzt werden. Zudem erfolgt eine Sammlung von hilfreichen Unterrichtshilfen und Apps mit Tutorials und Datenschutzhinweisen, die allen Lehrkräften in einer Knowledge-Base zugänglich ist. Teamarbeit in den Fachgruppen und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und Unterrichtsprozessen entlasten die Lehrkräfte, sodass Zeit für Beziehungsarbeit und Lernbegleitung frei wird.

Fortbildungskonzept

Alle Lehrkräfte der Schule bilden sich im Rahmen schulinterner sowie externer Fortbildungsveranstaltungen weiter. Tutorials und Datenschutzhinweise zu digitalen Werkzeugen sind dem Kollegium in einer Knowledge-Base zugänglich. Besonders internen Fortbildungsmaßnahmen (z.B. Mikrofortbildungen, Hospitationsangebote, Austausch usw.) kommt eine große Bedeutung zu. Neben technischer Einweisung und Handhabung meint dies auch die methodische Einbindung in den Unterricht. Angestoßen wurde dies ab Januar 2021 mit (zwei-) wöchentlichen Mikrofortbildungen zu digitalen Tools und IServ-Modulen.

Einbindung der Erziehungsberechtigten und Eltern

Den Eltern und Erziehungsberechtigten wird durch die Teilnahme an Evaluationen und durch Elternnewslettern/-abende die Möglichkeit gegeben, sich aktiv in die schulische Medienbildung einzubringen. Durch die Einrichtung eigener IServ-Elternaccounts melden die Eltern und Erziehungsberechtigten Abwesenheiten ihrer Kinder auf IServ, buchen online Termine zum Elternsprechtag, empfangen digitale Elternbriefe der Schule und haben Einblick in die zu erledigenden Hausaufgaben sowie Termine (z.B. von Klausuren).

Die Arbeit der Steuergruppe „Digitalisierung“

Die Arbeit der Steuergruppe ist mit der Formulierung und Umsetzung des Medienbildungskonzepts nicht abgeschlossen, sondern sie ist verantwortlich für die Ausgestaltung des Fortbildungskonzepts sowie die Evaluation und ständige Weiterentwicklung des Medienbildungskonzeptes. Zudem bietet die Steuergruppe individuelle Beratung und Unterstützung des Kollegiums an.

 

Pädagogisch-technische Infrastruktur

Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler: „1 to 1“-Ausstattung

Um Medienkompetenzen und ein Medialitätsbewusstsein zu erwerben, ist es notwendig, sich nicht nur kritisch mit Medien auseinanderzusetzen, sondern sie auch konstruktiv einzusetzen. Für den unterrichtlichen Einsatz ist es daher erforderlich, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht stets kurzfristig auf ein mobiles Endgerät zugreifen können, sofern es benötigt wird.

Die Stadt Norderney als Schulträgerin stellt allen Schülerinnen und Schülern der Schule für ihre Schulzeit an der KGS ein durch die Schule administriertes iPad mit Zubehör (Ladegerät, Schutzhülle, Tastatur, Stift) unentgeltlich auf Grundlage eines Leihvertrages – unter dem Ausschluss grober Fahrlässigkeit und Vorsatz – zur Verfügung. Da das schulische Arbeiten mit dem iPad für schulische Zwecke auch zu Hause möglich sein sollte, dürfen die Leihgeräte außerhalb der Schule im eigenen WLAN-Netz genutzt werden. Jedoch sind die Nutzungsmöglichkeiten der Leihgeräte bewusst stark auf die vorhandenen schulischen Apps und Websites beschränkt. Veränderungen an der Software – insbesondere Installation und Deinstallation von Apps – sowie das Aufrufen von sozialen Netzwerken und Online-Spielen (z.B. TikTok, Snapchat, Fortnite etc.) sind nicht möglich. Von der Entscheidung der Schulträgerin profitieren alle Schülerinnen und Schüler mit Blick auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit gleichermaßen, da ihre Ausstattung nicht von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern abhängt und die Familien finanziell entlastet werden.

Einrichtung und Support des Leihgeräts

Durch die Schule wird ein standardisierter Support der iPads gewährleistet und die Ersteinrichtung vorgenommen. Die Leihgeräte werden zentral mithilfe einer Mobile Device Management-Software (MDM) administriert, so dass jederzeit gesteuerte Updates, insbesondere Sicherheitsupdates, sowie schulische Apps installiert und deinstalliert werden können. Der Entleiher hat eigenmächtige Eingriffe in das Betriebssystem und irreversible technische Veränderungen zu unterlassen.

Es wird empfohlen, IServ als Netzlaufwerk unter iOS einzurichten und den Cache des Geräts regelmäßig zu leeren. Darüber hinaus gibt die Schule Hinweise zur Aktivierung von Lizenzcodes für digitale Schulbücher im BILDUNGSLOGIN unter IServ, der Nutzung der eBooks in den Verlags-Apps sowie zur Anmeldung bei WebUntis und der Untis Mobile App über IServ.

Mithilfe der nativen Apple-Steuerungssoftware Classroom ist es den Lehrkräften möglich, die Nutzung des Leihgeräts zeitweise auf einzelne Apps zu beschränken (u.a. damit es den Anforderungen für einen Einsatz in Prüfungen genügt). Dazu ist es notwendig, dass sich das Leihgerät im Schul-WLAN und in unmittelbarer räumlicher Nähe befindet. Die Lehrkräfte können darüber hinaus Einsicht in die Bildschirminhalte der Leihgeräte nehmen und die Nutzungsdauer verschiedener Apps innerhalb der aktuellen Unterrichtsstunden überprüfen. Via AirDrop können Dokumente und Dateien vom oder an das Gerät der Lehrkraft übertragen werden. Zudem können die Lehrkräfte das Leihgerät komplett sperren, wenn es nicht eingesetzt werden soll, oder den Bildschirminhalt an der Tafel projizieren. Eine derartige Steuerung ist im privaten Bereich nicht möglich. Die Schule hat keinen Zugriff auf die lokal auf dem Leihgerät gespeicherten Dateien und Inhalte, z.B. Einträge in Kalender, Adressbuch, Mails, Browserverlauf, Name und Inhalt der gespeicherten Dateien und Dokumente, Fotos und Videos.

Für den Einsatz in Videokonferenzen sowie das Anhören von Tonaufnahmen und Videos wird angeraten, Kopfhörer mit Mikrofon (iPhone-Headset) für das iPad anzuschaffen.

Zu den Schulbüchern in den Fremdsprachen gibt es passgenaue kostenpflichtige Vokabeltrainer-Apps. Inwiefern eine solche App für das eigene Kind sinnvoll ist und angeschafft wird, liegt im elterlichen Ermessen. Die Vokabeltrainer-App ist auf dem Leih-iPad der Schule vorinstalliert.

Versicherungsschutz

Seitens der Schule oder der Schulträgerin besteht kein Versicherungsschutz für die Leihgeräte. Zur Absicherung bei einem Diebstahl oder einer anfallenden Reparatur des Gerätes (z.B. Displayschaden) kann eigenverantwortlich eine Versicherung durch den Entleiher abgeschlossen werden, sofern gewünscht. Diese kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden und unterschiedliche Versicherungsfälle abdecken (z.B. Displayschäden, Flüssigkeitsschäden, Diebstahl, Fremdschäden, Bedienungsfehler oder Feuerschäden). Es wird angeraten, mit der privaten Haftpflicht- und/oder Hausratversicherung Kontakt aufzunehmen. Möglicherweise sind entsprechende Leistungen bereits in den vorhandenen Versicherungsverträgen enthalten oder können hinzu gebucht werden.

Leihgeräte für Lehrkräfte

Allen Lehrenden wird leihweise ein iPad für dienstliche Zwecke zur Verfügung gestellt. Die bekannten Datenschutzrichtlinien für mobile Endgeräte im schulischen Einsatz bleiben bestehen, d.h., es dürfen keine personenbezogenen Daten auf dem Leihgerät gespeichert werden, sondern sind im Cloud-Speicher in IServ abzulegen, sofern möglich. Das Dienstgerät dient der Organisation, Durchführung, Vor- und Nachbereitungdes Unterrichts, dem Dokumentenmanagement und als Kommunikationsmedium sowie gleichzeitig zur Präsentation von Schülerergebnissen, zur Durchführung videobasierten Unterrichts und von Videokonferenzen.

Entwicklung einer digitalen Lernumgebung auf IServ

IServ ist ein über einen Internetbrowser erreichbarer virtueller Ort, an dem die Lernenden Zugang zu mehreren Online-Tools bzw. Cloud-Lösungen erhalten, Lerninhalte von Lehrkräften bereitgestellt und mithilfe einer Vielzahl nützlicher digitaler Werkzeuge bearbeitet werden können. Die Schulplattform stellt das einheitliche, werbefreie, datenschutzkonforme und sichere Arbeiten über das Internet sicher. IServ ist von überall (in der Schule und zu Hause) jederzeit von beliebig vielen Nutzern gleichzeitig erreichbar ist. In einer intuitiven Benutzeroberfläche stellt IServ als digitaler Werkzeugkasten integrierte Module und Applikationen sowie zur Ergänzung weitere sinnvolle externe browserbasierte Anwendungen und Tools zur Verfügung und bietet Lernenden und Lehrenden im Dateibereich ausreichend Speicherplatz.

Lernenden und Lehrenden dient IServ als Informations-, Kollaborations-, Kommunikations- und Dokumentenmanagementplattform und umfasst unter anderem folgende App-Pakete, Software-Lösungen und Bookmarks zu externen Websites (siehe: 6.3., S. 46ff): Mail, Dateibereich, Kalender, Stunden- und Vertretungsplan, Aufgabenmodul, Messenger, Videokonferenzen, Collabora Libre Office, digitale Schulbücher, GeoGebra, Brockhaus, Quizformate, Whiteboard, Mindmapping, Brainstorming, Mensabestellsystem und digitales Klassenbuch usw.

Die Bereitstellung so zahlreicher digitaler Werkzeuge bedeutet nicht, dass die Schülerinnen und Schüler sie auch alle unterrichtlich nutzen. Auch in einem richtigen Werkzeugkasten befinden sich oft Werkzeuge, die nie genutzt worden sind. Dennoch sind sie vorhanden und können bei Bedarf verwendet werden. Die unterrichtende Lehrkraft oder die Fachgruppe entscheiden auf der Grundlage von Kerncurricula und Fachkonferenzbeschlüssen nach pädagogischem Ermessen selbst, wie häufig, wann und wie digitale Medien genutzt werden.

Für die Nutzung des Schul-WLAN, der Schulplattform IServ und des Einsatzes des iPads im Unterricht gelten ergänzend zur Schulordnung Regeln auf Grundlage einer Nutzungsordnung.

Datensicherheit

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Pflicht, ihren IServ-Account und das iPad durch persönliche Passwörter, auf Wunsch auch per Touch-/Face-ID, vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Die Passwörter sind geheim zu halten. Das Benutzen eines fremden IServ-Accounts oder iPads mit geratenen oder erspähten Passwörtern ist verboten. Das iPad darf nicht – auch nicht kurzfristig – an Dritte weitergegeben oder diesen zum Gebrauch überlassen werden. Das iPad ist stets sicher aufzubewahren. In der Schule stehen dafür Schließfächer zur Verfügung oder sie werden in verschlossenen Räumen aufbewahrt.

Um die Sicherheit des IServ-Accounts (z.B. durch Phishing-Mails, Spam etc.) nicht zu gefährden, kann die schulische E-Mail-Adresse nicht für private Zwecke, z.B. Online-Gaming, Netflix o.Ä., verwendet werden.

Wenige Tage, nachdem eine Schülerin oder ein Schüler die Schule verlassen hat, wird eine E-Mail mit dem Hinweis versandt, dass nach 30 Tagen der IServ-Account deaktiviert wird. Es besteht somit die Möglichkeit, Dateien auf einen eigenen Rechner herunterzuladen und so vor Verlust zu schützen. 90 Tage nach der Deaktivierung des Accounts wird dieser endgültig gelöscht.

Die IServeigene Firewall dient dazu, Hacker-Angriffe auf das Schulnetz abzuwehren und aufzudecken. Die PC im Verwaltungsnetz sind über das Sophos-Cluster der Stadt geschützt. Durch regelmäßig durchgeführte Backups stellt die Schule die Sicherheit wichtiger Daten vor Verlust sicher, sodass sich der eventuelle Datenverlust auf einen kurzen Zeitraum beschränkt. Besonders sensible Daten wie Zeugnisse sowie die in der Schulverwaltungssoftware gespeicherten personenbezogenen Daten liegen nicht auf dem IServ-Server.

Sämtliche Dokumente und Dateien der Schülerinnen und Schüler sollen – soweit möglich – nicht auf dem iPad, sondern auf IServ gespeichert werden, damit diese bei Verlust oder Reparatur des Gerätes nicht verloren gehen. Von Seiten der Schule werden keine automatischen Backups der Daten auf den iPads erstellt. Es besteht kein Rechtsanspruch gegenüber der KGS Norderney auf die verlustfreie Sicherung der auf IServ gespeicherten Daten. Es wird daher dringend empfohlen, regelmäßig Sicherheitskopien wichtiger Dateien auf externen Speichermedien, z.B. auf einem eigenen USB-Stick, anzulegen. Es ist nicht erlaubt, private Cloudanbieter (z.B. iCloud, Google Drive, OneDrive, Dropbox usw.) für schulische Zwecke zu nutzen.

Datenschutz

Aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte ist es nicht gestattet, Tonaufnahmen, Videoaufnahmen oder Fotos anzufertigen. Sind aus unterrichtlichen Gründen Ton-, Video- und Bildaufnahmen erforderlich, so wird dieses von der Lehrkraft vorübergehend genehmigt. Lokal gespeicherte personenbezogene Daten müssen unmittelbar nach dem Unterricht gelöscht werden.

Um der schulischen datenschutzrechtlichen Verantwortung gerecht zu werden und den Abgriff von personenbezogenen Daten ohne Kenntnis des Nutzers, z.B. durch einen Cloud-Betreiber, und die Weiterleitung der Daten an Dritte (i.d.R. zu kommerziellen Zwecken oder an Behörden) zu verhindern, sind nur externe Dienste in IServ eingebunden, die sich nicht über personenbezogenen Daten der Besucher bzw. das Einspielen von Werbeanzeigen finanzieren und die Kontrolle über die eigene Datenverarbeitung durch Plattformen erlauben, indem sie entweder personenbezogene Daten auf Servern in Deutschland oder der EU bzw. dem EWR speichern und über einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung entsprechend Art. 28 DS-GVO abgesichert werden können oder keine personenbezogenen Daten erheben bzw. dieses aktiv verhindern zu.[9]

Die KGS Norderney informiert die Nutzer und die Erziehungsberechtigten über die datenschutzrechtlichen Informationen und EInwilligungserklärung nach Art. 13 DSGVO.

 

Technische Infrastruktur

Internetverbindung

Grundlegend für die digitale Unterrichtsarbeit ist eine leistungsstarke Internetverbindung. Die Schule ist an eine Glasfaserleitung mit 500 Mbit/s up/down angeschlossen. Das Netzwerk der Schule ist in zwei Segmente aufgeteilt (Schul- und Verwaltungsnetz), welche untereinander physikalisch getrennt sind. Jeglicher Traffic wird über das Netz der Schulträgerin geroutet. Eine VDSL-Leitung bleibt als Backup oder für WLAN-Traffic bestehen.

Die Touchscreens in den Klassen- und Fachräumen sind per LAN an das Schulnetz angeschlossen. Abdeckende 1GBit WLAN Access Points und Multi-WLAN-Router bieten in allen Gebäuden, Klassen- und Fachräumen sowie Aufenthaltsbereichen (auch Cafeteria und Aula) eine leistungsstarke Internetverbindung.

Das Schul-WLAN läuft über den IServ-Server, sodass der Zugang für die in die IServ-Gerätesteuerung aufgenommenen Leihgeräte der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte über IServ freigegeben wird. Es wird ein Webfilter zur Filterung illegaler, verfassungsfeindlicher, rassistischer, gewaltverherrlichender oder pornografischer Internetinhalte eingesetzt und ggf. der Zugriff auf die Inhalte blockiert.

Server

Die Schulverwaltung nutzt die Serverressourcen der Schulträgerin der Stadt Norderney. ESXi, VMWare, Backup sowie Firewall werden hier ständig gepatcht und sind stets auf neuesten Stand. Die Hardware der Serverkomponenten wird alle fünf Jahre erneuert und bietet genügend Kapazitäten.

Ein physischer Server für IServ mit 32 GB Hauptspeicher und ein Backup-Server stehen in den schuleigenen Räumlichkeiten. Da der IServ-Dateibereich als Schulcloud zu genutzt wird, liegt die Speicherkapazität bei 8 TB.

Wartung und Support

Jedes Unternehmen mit einer derart hohen Anzahl an internen Nutzern wie die digitale Lernumgebung der KGS Norderney hat eine mehrköpfige EDV-Abteilung. An der KGS Norderney erfolgte Konzeption und Aufbau des Systems ohne die Bereitstellung zusätzlicher personeller Ressourcen.

Fachkräfte der Schulträgerin und der Schule führen die Wartung und den Support der Internetverbindung und der Server durch.

Die Wartung und der Support der Leihgeräte der Lernenden und Lehrenden erfolgt durch den Schulassistenten.

Die Pflege der Nutzerdaten, die Verwaltung der digitalen Lernumgebung IServ sowie die Administration der Lizenzen für digitale Lernmittel übernehmen einzelne Lehrkräfte, die dafür mit entsprechende Entlastungsstunden erhalten, und der Schulassistent.

Ausstattung der Unterrichts- und Fachräume

Alle Klassen- und Fachräume verfügen über einen 86“ Touchscreen-Monitor (ca. 218 cm Bilddiagonale) mit nativer 4K UHD-Auflösung der Firma Prowise. Ein Umgebungslichtsensor reguliert automatisch die Helligkeit. Die Bildschirmoberfläche ist zudem widerstandsfähig, stoßfest und reaktionsarm.

20 Infrarot-Touch Points ermöglichen eine differenzierte Objekterkennung per Finger oder Stift. Der Monitor verfügt über einen internen Speicher (4 GB RAM/32 GB ROM).

Mehrere USB-, HDMI- und VGA-Anschlüsse sind front- und seitenseitig leicht erreichbar. Zwei mit 15 W Leistung ausgestattete Lautsprecher sind integriert. Die Eingabestifte sind für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet und enthalten keine Elektronik. An der ist Front eine magnetische Stifthalterung vorgesehen.

Das Betriebssystem bietet über eine intuitive Bedienoberfläche installierte Apps, u.a. einen Webbrowser, Whiteboard- und Annotationssoftware mit Exportfunktion in PDF, File-Manager, Microsoft Office, PDF-Reader, Multi Media-Viewer etc.

Zentral für die Präsentation schülereigener Lösungen ist die Screen Sharing-Funktion via AirPlay, die weder eine Softwareinstallation auf den Geräten der Nutzer noch eine Kabelverbindung oder einen Adapter erfordert. Bis zu vier Bildschirme können gleichzeitig nebeneinandergeschaltet werden.

Die Touchscreens sind via LAN verbunden und administrierbar über ein Device Management. Updates erfolgen Over-the-Air (OTA). Es besteht eine mehrjährige Herstellergarantie mit Vor-Ort-Austauschservice.

Die Touchscreens sind auf einem elektronisch verstellbaren Lift mittig zwischen zwei Whiteboard-Flügeln montiert. Nur im Erdgeschoss des E-Trakts ist das Display für den flexiblen Einsatz im Orchesterraum, im Musikraum, in der Aula oder der Eingangshalle auf einem mobilen Rollwagen montiert.

Schließfächer

Zur Verwahrung der Leihgeräte (z.B. in den Pausen) verfügt die Schule über mehrere Schließfächer mit elektronischen PIN-Code ohne feste Fachzuweisung, die zudem z.T. eine Ladefunktion via Steckdose bieten. Die Ladefunktion erübrigt die Installation weiterer Steckdosen in den Klassenräumen.

Leihgeräte vom Hersteller Apple[10]

Die Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sind Device Enrollment Program-fähige iPads, die über eine Mobile-Device-Management-Lösung konfiguriert, verwaltet und aktualisiert werden. Das zuverlässige Enrollment für viele iPads gleichzeitig funktioniert einfach.

iPads bestechen durch eine hohe Bedienerfreundlichkeit und eine intuitive Benutzeroberfläche. Die Geräte sind innerhalb von Sekunden einsatzbereit und verfügen über eine lange Akkulaufzeit für den ganzen Schultag. Gleichzeitig sind sie robust aber auch leicht. Neben der einfachen Bedienung bieten die Geräte unterstützende Funktionen für Menschen mit Beeinträchtigungen hinsichtlich ihres Seh- und Hörvermögens, ihrer Motorik, ihres Lernens, Lesens oder Schreibens.

Das native Screen Sharing via AirPlay läuft stets stabil, sicher und zuverlässig und verursacht keinen Wartungs- und Supportaufwand. Zahlreiche für den Bildungsbereich geeignete Apps stehen kostenfrei im App-Store zur Verfügung. Über die Classroom App ist es den Lehrkräften möglich, die Nutzung der Schülergeräte zeitweise auf einzelne Apps zu beschränken (u.a. damit es den Anforderungen für einen Einsatz in Prüfungen genügt). Die Lehrkräfte können darüber hinaus Einsicht in die Bildschirminhalte der Leihgeräte nehmen oder sie ganz sperren und die Nutzungsdauer verschiedener Apps innerhalb der aktuellen Unterrichtsstunden überprüfen.

Apple-Geräte sind aufgrund der engen Verzahnung von Hard- und Software in weit geringerem Maße durch Schadsoftware und Viren gefährdet als andere Betriebssysteme. Sicherheitsupdates werden langfristig zur Verfügung gestellt. Das Betriebssystem iOS läuft sehr stabil und kann nicht manipuliert werden. Gespeicherte Daten werden automatisch verschlüsselt und neue Apps werden auf bekannte Sicherheitsprobleme überprüft, bevor sie ausgeführt werden.

Apple legt Wert auf Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer, was gerade im schulischen Umfeld ein bedeutender Faktor ist. Apple setzt auf Datensparsamkeit, Anonymisierung und Verschlüsselung: So verhindert der Webbrowser Safari z.B. die Weitergabe von Nutzerdaten über mehrere Internetseiten hinweg und erschwert die Erstellung personalisierter Nutzerprofile.

Dank der qualitativ hochwertigen Hardware haben Apple Geräte einen vergleichsweise geringen Wertverlust. Mit Apple Trade In können alte Geräte gegen eine Gutschrift für ein neues eingetauscht werden. Die verwendeten Materialien und ihr Herstellungsprozess sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Das Gehäuse besteht zu 100 % aus recyceltem Aluminium. Alte, nicht mehr funktionsfähige Geräte werden kostenlos recycelt, um die Menge der abgebauten Rohstoffe zu minimieren.

Jens Harms

(Stand: 18. Februar 2024)

Das vollständige Medienbildungskonzept der KGS Norderney finden Sie hier.

Quellennachweise:

[1] Vgl.: Kultusministerkonferenz: Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“, URL: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2017/Strategie_neu_201_datum_1.pdf (abgerufen am 19. Oktober 2020), S. 5-10; Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) in der Fassung vom 3. März 1998 (Nds. GVBl. S. 137), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2019 (Nds. GVBl. S. 430), S. 5.

[2] Vgl.: Waldschule Hatten: Digitales Lernen an der Waldschule, URL: https://www.wsh-hatten.de/allgemeines/ (abgerufen am: 22. Juli 2020).

[3] Vgl.: KGS Norderney: Schulprogramm, URL: https://www.kgs-norderney.net/schule/schulprogramm/ (abgerufen am 19. Oktober 2020), S. 4ff.

[4] Nach: IGS Lengede: 10 Thesen zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht, URL: https://www.igs-lengede.de/id-10-thesen-zu-digitalen-medien.html (abgerufen am: 8. September 2020).

[5] Vgl.: Niedersächsische Staatskanzlei: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover 2016, S. 39.

[6] Vgl.: Niedersächsisches Kultusministerium: Orientierungsrahmen Medienbildung in der allgemein bildenden Schule, URL: https://www.nibis.de/uploads/nlq-proksza/Orientierungsrahmen_ Medienbildung_Niedersachsen.pdf (abgerufen am: 2. Februar 2020), S. 7; Kultusministerkonferenz: Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“, S. 13f.

[7] Vgl.: Ebd., S. 13f; Niedersächsisches Kultusministerium: Orientierungsrahmen Medienbildung in der allgemein bildenden Schule, S. 9ff.

[8] Vgl.: Ebd., S. 17.

[9] Vgl.: Thiede, Dirk: Vorlagen für IServ; URL: https://datenschutz-schule.info/tag/iserv/ (abgerufen am: 21. Januar 2021); vgl.: Ders.: Die datenschutzsensible Schule, URL: https://datenschutz-schule.info/themen/die-datenschutzsensible-schule/ (abgerufen am: 22. Januar 2021).

[10] Vgl.: Alpha Computer Sales GmbH: 10 Gründe, warum jeder Lehrer mit einem Mac arbeiten sollte, URL: https://www.teacherstore.de/ipad-im-unterricht/10-gruende-warum-man-als-lehrer-mit-einem-mac-arbeiten-sollte/ (abgerufen am: 25. Juli 2020).